Lanzarote – Feuer und Wasser im Atlantik

 
 

Lanzarote ist eine rund 846 Quadratmeter große und gleichzeitig die Nordöstlichste der Kanarischen Inseln. Seit 1993 wurde sie von der UNESCO erstmals als komplette Insel zum Biosphärenreservat erklärt.  Lanzarote und der ihr vorgelagerte kleine Chinijo-Archipelbestehend aus den kleinen Inseln La Graciosa, Montaña Clara, Alegranza, Roque del Oeste und Roque del Este gehört zur Ostwestprovinz des Kanaren, die auf Gran Canaria ihre Hauptsitz hat.

Urlaubsinsel Lanzarote

Die rund 132.400 Einwohner  von Lanzarote leben in nur sieben Gemeinden (Arrecife, Haría, San Bartolomé, Teguise, Tías, Tinajo und Yaiza) verteilt, wobei Arrecife als Hauptstadt der größte Ort ist. Angesichts der niedrigeren Bevölkerungszahl kann man sich vorstellen, dass die Hauptstadt von Lanzarote nicht unbedingt europäischen Vorstellungen einer Hauptstadt entspricht. Wer eine turbulente Metropole erwartet, der stößt auf Lanzarote auf Fehlanzeige. Vom nördlichsten Punkt Punta Fariones bis zur Südspitze Punta Pechiguera sind es rund 58 Kilometer.

In der Breite bringt Lanzarote gerade einmal 34 Kilometer auf die Landkarte. Das Famara Massiv im Norden bildet mit dem 671 Meter hohen Peñas del Chache und dem südlicheren Los Ajaches (608 Meter)  die höchsten Punkte der Insel Lanzarote. Südlich davon erstreckt sich die Sandwüste El Jable, die das Famaragebirge von den sogenannten Montañas del Fuego, Feuerbergen, im Nationalpark Timanfaya trennt. Diese markante Gebiet zeigt auch heute noch, wie sehr die Landschaft Lanzarotes vom Spiel des Vulkan-Feuers geprägt wurde. Die letzten Eruptionen ereigneten sich dort von 1730 bis 1736 und anno 1824. Insgesamt ganze Dörfer mit mehr als 420 Häusern, Menschen, Tiere und fruchtbares Ackerland begrub die Lava damals unter sich.

An der Küste von Lanzarote findet man 10 Kilometer Sandstrand und etwas mehr als 16 Kilometer Kiesstrand, der Rest der Küstenlinie wird von bizarren Felsformationen gebildet.

Lanzarote entstand vor etwa 36 Millionen Jahren durch unterseeische Vulkanausbrüche und vor rund 15,5 Millionen Jahren tauchte die Insel erstmals oberhalb des Meeresspiegels auf.  Das Vulkan-Element mit dem schwarzen Lavastein und heißen Quellen, unterbrochen von  malerischen kleinen schneeweißen Häuschen, an denen nur die Fensterläden blau oder grün abgesetzt sind. Charakterisiert die Insel Lanzarote auch heute noch. Feuer und Wasser haben seit Urzeiten das Leben auf Lanzarote geprägt und wird es auch in Zukunft tun.

Lanzarote war vermutlich die erste Kanareninsel, die besiedelt wurde. Man spricht davon, dass schon 1100 vor Christus die Phönizier und später die Römer auf der Insel gewesen sein sollen, ehe sie von Jean de Béthencourt anno 1402,  auf einer Expedition im Auftrag König Heinrichs III. von Kastilien erneut für Europa entdeckt und erobert wurde.

Lanzarote  ist eine karge Insel, auf der nur durch eine spezielle Trockenbautechnik Landwirtschaft möglich ist. Es wachsen vor allem Wein, Kartoffeln, Zwiebeln, Kürbisse, Melonen und Tomaten. Es fällt kaum Niederschlag und die Regenwahrscheinlich ist zwischen Januar und März am höchsten. Während des letzten Vulkanausbruchs am 1. September 1730, als die Erde 2.053 Tage lang Feuer spuckte, bildeten sich auf einer Länge von 18 Kilometern 32 neue Vulkane – die Feuerberge. Der markante Timanfaya strahlt unterirdisch noch immer so viel Hitze aus, dass er leicht getrocknetes Heu entzünden kann und in Erdlöchern kann man sogar Eier kochen.

Die Flora ist vor allem von wasserspeichernden, salztoleranten und an die Trockenheit angepassten Pflanzen bewachsen. Unter den 570 Arten finden sich 13, die es nur auf L gibt und weitere 55 endemische Kanarische Pflanzen. Auch in der Fauna sind einzigartige Spezies, wie etwa besondere Echsenarten anzutreffen. Besonderen Wert legt man auf den Erhalt der sehr seltene Eleonorenfalken, der Wanderfalken und der Fischadler. Eine Besonderheit ist zudem der Albinokrebs, der in der Lagune Jameos del Agua lebt und eigentlich nur in Wassertiefen von mehreren Tausend Metern vorkommt. Wahrscheinlich wurde er bei einem der Vulkanausbrüche in diese Höhle gespült und schaffte es, sich so an die Bedingungen zu adaptieren, dass er überleben konnte.

Die bekannteste Persönlichkeit, die Lanzarote hervorgebracht hat, ist der Künstler César Manrique, der mit seiner Kunst und Architektur später auch andere Orte auf den Kanaren prägte. Ihm ist auch die typische traditionelle Bauweise auf Lanzarote zu verdanken, die gesetzlich als Standard festgelegt wurde.

Wer als Urlauber Ruhe und Erholung sucht und sich bei Tapetenwechsel ein völlig neues Naturschauspiel vorstellt, der ist auf Lanzarote richtig. Urlaubstrubel und üppige Freizeit- oder  Shoppingzentren sucht man allerdings vergebens.

Als Ausflugsziele bieten sich El Golfo (Krater mit Lagune), der Nationalpark Tmanfaya, die Kochlöcher Los Hervideros, der längste Lavatunnel der Welt „Cueva de los Verdes“ oder der Kakteengarten von César Manrique an.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Da es sich bei  Lanzarote um die trockenste Kananreninsel handelt, ist die Trinkwassergewinnung ein echtes Problem. Statistisch gesehen verbrauchen die Urlauber fast doppelt so viel Wasser, wie Einheimische. Deshalb bitte darauf achten, dass Wasser hier ein wertvolles Gut ist, mit dem man sparsamer umgehen sollte, als im regenverwöhnten Deutschland.


 
  
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